Auf dieser Seite möchten wir einmal eine Auflistung geben in welchen Bereichen wir weiter denken, was wir schon besser machen, oder aber auch was wir noch verbessern möchten.

 

Zweinutzungshuhn / Hähne:

 

seit 2020 verkaufen wir in unserer Metzgerei nur noch Tiere der ÖTZ (Ökologischen Tierzucht), alle aufgewachsen auf dem Geflügelhof Bodden in Goch. Das ist eine richtig große Aufgabe für uns, denn bei den Boddens werden neben den Zweinutzungshennen auch die Zweinutzungshähne, die reinrassigen Hühner / Hähne (aus denen das Zweinutzungstier gekreuzt wird) und die Elterntiere gehalten. Im Verbund spielen wir als Metzgerei eine immens wichtige Rolle um den Kreislauf so richtig rund zubekommen. Denn wir versuchen alle Tiere zu gegebener Zeit respektvoll zu verarbeiten. Als gefrorene Suppenhühner verkaufen wir nach dem Legezyklus (14-16 Monate) die Zweinutzungshennen und die Legehennen der reinrassigen Linie Bresse. Knapp 300 Eier haben die Hennen in ihrem Leben dann gelegt, durch die gute Fütterung und dem vielen Auslauf kommen die Hennen trotzdem noch auf ein gutes Schlachtgewicht von 1,8-2 kg. Ein richtig gutes gesundes Suppenhuhn also. Die Hennen der Rasse New Hampshire und White Rock werden bei uns für Fleisch- & Wurstwaren zerlegt und verarbeitet. Die Filets eignen sich wunderbar für Salat oder aber auch für Kochschinken. Aus dem Schenkelfleisch stellen wir Aufschnitt & Grillwürstchen her.

Die Hähne werden alle aufgezogen und zwischen der 17.-19. Lebenswoche geschlachtet. Zum Vergleich: Ein normales Schlachthähnchen hat schon nach maximal 4 Wochen das Schlachtgewicht erreicht und kann sich nicht mehr artgerecht bewegen. Unsere Hähne können sich wie Vögel benehmen und haben bis zum Schluß viel Auslauf. Dementsprechend ist das Schenkelfleisch auch härter als bei normalen Masthähnchen. Die ganzen Hähne oder Schenkel brauchen im Ofen bei niedriger Temperatur (140-150 °C) ca. 90 Minuten um perfekt zart zu werden. Bis auf ein paar Hähne, die wir als Brathähnchen verkaufen, werden alle Tiere Woche für Woche in unserer Fleischerei zerlegt und verarbeitet. Im Verkauf finden Sie Hähnchen, Schenkel, Filets und Grillsteaks. Das restliche Fleisch verarbeiten wir zu Wurstwaren.

Damit der Bauer aber auch so richtig glücklich ist und vernünftig arbeiten kann, verwerten wir auch die alten Zucht- & Elterntiere. Auch diese Tiere werden ökologisch und mit viel Auslauf gehalten. Weltweit bisher einzigartig. Selbst im Biobereich werden bisher Zuchttiere in Käfigen gehalten.

Zudem haben wir uns, wie kein Anderer, auf die Ganztierwertung spezialisiert. Alle Tiere werden in der eigenen Hofschlachterei in Goch geschlachtet und bei uns in Krefeld zerlegt und verarbeitet. Aus den Knochen (Karkassen) kochen wir unsere schmackhafte Hühnerbrühe bzw. stellen unser eigenes Aspik her. Die Hühnerbrühe benutzen wir dann wiederum um unsere Brühwurst, Suppen oder Saucen herzustellen. Köpfe, Hälse, Füße und Mägen trocknen wir zu Hundefutter.

Eine wöchentliche Frischvermarktung von Teilstücken und Wurstwaren vom Zweinutzungshuhn ist bisher einmalig in Deutschland.

 

 

Eier:

 

seit 2020 verkaufen wir in unserer Metzgerei nur noch Eier von allerhöchster Qualtät, Zweinutzungseier. Warum allerhöchster Qualität? Reicht BIO oder Freilandhaltung nicht aus? Wir sagen ganz klar NEIN! Ein Bio- oder Freilandei sagt eigentlich nur aus, wie die Legehennen gefüttert werden und wieviel Auslauffläche die Tiere haben. Die Haltungsform gibt aber leider überhaupt keine Auskunft über die Hühnerrasse, geschweige denn ob die "Brüder" der Legehennen aufgezogen oder direkt als Küken getötet wurden. Das 'normale' Prozedere ist so: Der Bauer bestellt bei seinem Junghennenaufzuchtbetrieb Legehennen zum Einstallen, meistens eine Hochleistungslegerasse die über Jahrzehnte immer weiter optimiert wurde, möglichst viele Eier zu legen. Nach ca. einem Jahr haben die Legehennen ausgedient, wenn sie Glück haben landen diese Tiere in den Suppentopf und werden so noch verwertet. Dies ist aber häufig überhaupt nicht der Fall. Da die Henne ausschließlich nur auf Legeleistung gezüchtet wurde, besteht sie fast nur aus Haut & Knochen und wiegt nur ca. 1 kg. Dazu kommt noch die Frage nach dem Bruder der Henne. Ca. 50 % der ausgebrüteten Eier sind männliche Tiere. Wenn der Bauer jetzt 150 Legehennen für seinen Mobilstall bestellt hat, was ist mit den 150 männlichen Küken passiert? Wurden Sie direkt getötet? Oder hat sich ein Betrieb erbarmt die Bruderhähne aufzuziehen? Alles Fragen die geklärt werden sollten, denn da die Züchtung sich auf das viele Eierlegen konzentriert hat, wurde der Hahn vergessen und setzt sehr wenig Fleisch an. So wenig, das es bei den hohen Schlachtkosten eigentlich nicht wirtschaftlich ist den Hahn zu schlachten, mal abgesehen vom Futter welches gebraucht wurde.

Wir finden das es so nicht weiter gehen kann, wir möchten ehrliche Eier verkaufen. Deswegen arbeiten wir seit Anfang 2020 ganz eng mit der ÖTZ (Ökologische Tierzucht) und dem Geflügelhof Bodden in Goch zusammen. Die ÖTZ züchtet auf dem Hof Bodden das Zweinutzungshuhn. Ein Huhn welches ein normales Mittelmaß an Eiern legt und auch noch Fleisch ansetzt. Und auch die Hähne setzen Fleisch an und werden alle auf dem Hof Bodden groß gezogen. Bis zur 19. Lebenswoche haben die Tiere viel artgerechten Auslauf und dürfen so richtig Vogel sein. Seit Dezember 2021 wird sogar direkt auf dem Hof geschlachtet, so müssen die Tiere keine langen Transportwege erleiden. Aber nicht nur im Laden verkaufen wir die Zweinutzungseier, sondern verwenden sie auch nur noch in der Produktion. Das geht sogar soweit, das mittlerweile, die von uns produzierten Salate, mit veganer Mayonnaise (ohne Ei) hergestellt werden.

Und da eine Junghenne mit kleinen Eiern anfängt zu legen, bekommen Sie bei uns auch, je nach Verfügbarkeit, die besonders schmackhaften S Eier von den ersten Legeversuchen! Eine richtig runde Sache!

 

 

Wildschwein, Reh & Hirsch:

 

- Unsere Jäger schießen nur einzeln vom Ansitz, Tiere aus Drück- oder Treibjagden führen wir nicht

 

 

Änderungen und Irrtümer vorbehalten